#142 – KW34 2026 – Betrachtungen zum Auslaufen des klassischen Export Modells und der Erosion der Wertschöpfung

Shownotes

Die Erkenntnis über eine nicht mehr stabile Grundposition der nationalen Automobilwirtschaft speist sich aus vielen Dimensionen, die die große Klammer, den grundlegenden Sound und das mentale Echo von “Made in Germany” nach und nach verhallen lässt. In Podcast Episode #142 liefern wir eine kurze Betrachtung des Endes des klassischen Exportmodells der deutschen Wirtschaft, wie die Wertschöpfung hierzulande erodiert, was in der Automobilindustrie wohl am deutlichsten sichtbar wird. Wie fördert man das Veränderungstempo und einen anderen Probiergeist? Hört rein! Euch gefällt unser Podcast? Dann abonniert ihn gerne und hinterlasst uns euer Feedback!

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Titelmelodie Alpentines - Into the stars

Transkript anzeigen

00:00:03: Seit gegrüßt, ihr hört den Podcast des Automotive Insights Magazins.

00:00:08: Wir berichten über und aus dem Automotive Aftermarket.

00:00:11: Was hat sich in dieser Woche auf Industrie- und Handelzeiten getan?

00:00:14: Wir ordnen für euch aktuelle Branchenentwicklungen ein, berichten und sprechen mit Branchenakteuren aus Industrie-, Werkstatt- und Reifenhandeln.

00:00:33: Heute ohne Daniel mit Betrachtungen zum Auslaufen des klassischen Exportmodells und zur Erosion der Wertschöpfung im Automotive-Sektor.

00:00:42: Ja, seit rund fünfzehn Jahren ist Deutschland in den Zukunftstechnologien nicht mehr auf Augenhöhe mit den Westen.

00:00:49: Dies sagt Moritz Schulerig, der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft.

00:00:55: Der Ökonom ist in jüngster Zeit mit einigen deutlichen Statements in die Öffentlichkeit getreten.

00:01:00: Auch hinsichtlich seiner Ansicht nach falsch investierter Rüstungsausgaben hat Schulerick einen Diskurs eröffnet, aber in dieser Podcast Episode soll es um einen anderen Bereich gehen – die grundsätzliche Haltung und Selbstkonzentration wirtschaftlicher Art in diesem Land.

00:01:16: Die Bundesrepublik hat sich konstituiert und entwickelt aus einer Stärke als Produktionsstandort und der Fähigkeit, Produkte auf höchstem Niveau zu entwickeln und zu exportieren.

00:01:26: Und das Wissen um diese Stärke hat aber auch eine Hybris in Teilen gefördert die einen Grundproblem darstellt und in gewissem Teilen geistige Trägheit auch geführt hat.

00:01:37: Die Automobilbranche zeigt dies in besonders ausgeprägten Maße und es sind nicht nur die Managementfehler die man ja so oft benennen kann.

00:01:44: Es gibt natürlich auch eine externe Faktor Wirtschaftswelt und Position neu geordnet haben.

00:01:51: Vieles wie den Aufstieg der chinesischen Automobilersteller, das konnte man ja alles über die Jahre hinweg beobachten.

00:01:57: Viele Experten haben das setziert diese Entwicklung und viele Handlungsempfehlungen auch geliefert.

00:02:03: Die Erkenntnis über eine nicht mehr so stabile Grundposition der nationalen Automobilwirtschaft speist sich aber aus so viel mehr Dimensionen, die die große Klammer, den grundlegenden Sound Echo von Made in Germany hat verschwimmen lassen.

00:02:19: Von Politikern und Unternehmensbossen bekommt man harte Wahrheiten nur in dosierten Portionen serviert, klar wer wieder gewählt werden will und dessen Auftrag es ist ein Höchstmaß an Dividende zu generieren.

00:02:29: der bewegt sich stets auf dünnem Eis und dieses Dilemma wird man auch nicht auflösen können.

00:02:33: das ist ein Teil des Systems dass aber auch über absolute Stärken verfügt.

00:02:40: Die Möglichkeit ist auf jeden Fall gegeben, die kann man in Zukunft anders ausspielen oder wird man auch müssen und die Suche nach den Faktoren, die dies begünstigen, die läuft.

00:02:48: Es ist wie gesagt ein Drahtzahlart für Politiker oder die Management-Riegen das auszusprechen was Professor Moritz Schulerig im Podcast der Zeit ausgebreitet hat dass Made In Germany im gewachsenen Verständnis und in der verinnerlichten Ausprägung vorbei ist und ja das Ende des klassischen Exportmodells der deutschen Wirtschaft also.

00:03:07: Dabei verwendet er aber keinesfalls die von so vielen zweifelhaften politischen Kräften verwendete Erzählungen, von einer Deindustrialisierung.

00:03:13: Er berichtet über die Transformationsprozesse in der Wirtschaft.

00:03:17: und ja ... Die Wertschöpfung hierzulande erodiert hart Und auch diese Entwicklung wird nicht zu stoppen sein.

00:03:23: Das sagt er ganz klar In dieser Podcast-Episode noch in anderen Ausführungen.

00:03:27: Und das ist in der Automobilindustrie wohl am deutlichsten sichtbar.

00:03:32: Nicht nur der Rückstand in Zukunftstechnologien Auch in den Schlüsseltechnologien und Industrien unseres Landes, zu denen besonders auch dann natürlich die Automobilindustrie zählt.

00:03:41: Kommen die Impulse?

00:03:43: Und wird der Ton von anderen Akteuren bestimmt laut Schulerik kann sich das auch wieder vorteilhafter ausschwingen.

00:03:48: Also Elektroantriebe Software autonomes Fahren in keinem Bereich ist die Spitze uneinholbar enteilt.

00:03:55: Das sieht man auch an den jüngsten Entwicklungen nicht in Zahlen.

00:03:58: aber wenn man sich die Technologie Seite anschaut dass deutsche Automobilhersteller und auch die Zulieffrei-Ebene tatsächlich wandlungsfähig sind und auch reaktionsfähig.

00:04:07: Der Produktionsstandort, also die Wertschöpfung wird nur bedingt erhalten bleiben.

00:04:13: Und der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft hat eine deutliche Haltung zur Subvention in nicht zukunftsfähige Produktionen.

00:04:19: im Kontext der Einführungen eines Industriestrompreises hat er zwanzig dreiundzwanzig bereits gesagt Wir sollten das Geld nicht in die energieintensive Industrie stecken, sie wird auf Dauer ohnehin verschwinden.

00:04:30: und in Richtung der Autoindustrie formulierte der Ökonom damals gäbe es keine Teslas würden die deutschen Konzerne noch immer den Verbrennungsmotor optimieren.

00:04:38: Die Autobau haben den Fortschritt verschlafen.

00:04:39: ich empfehle der Wirtschaft mehr Risikofreude.

00:04:42: Das mag aus Sicht der Automobilbranche natürlich erst mal wie so ein Fausschlag wirken oder war es sicherlich.

00:04:48: dabei stellt der Professor Schulerig Nicht die Zukunftsfähigkeit der deutschen Autoindustrie grundsätzlich in Frage.

00:04:54: Er rekoriert aber immer wieder auf eine konsequente Ausrichtung auf Zukunftstechnologien und eine mutigere Grundhaltung, das Konservative vorrangig bewahren zu wollen – das bemengelt er!

00:05:05: Es braucht ein anderes Veränderungstempo, einen anderen Probiergeist wo man auch gut in anderen Ländern Anschauungsmaterial findet.

00:05:13: Schullerik nennt Dänemark Unternehmerischen oder auf den unternehmerischen Pioniergeist in den USA.

00:05:20: Er benennt auch das sehr viel höhere finanzielle Risiko, dass man hierzulande bei einem Misserfolg einer Geschäfts-IT zutragen habe und natürlich auch die vielfach thematisierten Bürokratiehemmnisse.

00:05:31: nicht.

00:05:32: bei allem was er skizziert lässt sich jetzt für mich eine Kausalität hin zu einer unbedingten Besserung herstellen.

00:05:37: es geht ihm vor allem aber auch um eine sich Stück für Stück wandelnde Grundhaltung.

00:05:43: Aus der Gewissheit, der wirtschaftlichen Stärke kommt angesichts der schwieriger gewordenen Marktumfelder nicht in Verwaltung zu verharren sondern die Lust des Ausprobierens wie beispielsweise eine Wissenschaft das auch passiert in stärkerem Maße zu fördern.

00:05:55: Entscheidend hierfür sind natürlich auch Erfolge und Persönlichkeiten mit Strahlkraft und Mut.

00:06:01: Hier ein ordnungspolitischer Rahmen ist eine Seite der Medaille.

00:06:04: die andere ist wie man aus einer Branche heraus wieder einen größeren Spiel trieb eine positivere Fehler Kultur und im kooperativen Spirit erweckt.

00:06:12: Und es gibt gute Beispiele hierfür in unserer Branche, dem Aftermarket.

00:06:16: Der natürlich auch dem automotiven Kosmos angehört mit seinen Playern aus Zulieferern, aus dem Teilerhandel, aus Werkstätten und noch viel mehr das Software umfällt.

00:06:25: Das ist ein Kosmos in dem Kosmos!

00:06:27: Und damit maßgeblich bestimmt der Aftermarket oder die Akteure des Aftermarkets natürlich auch die Zukunft der Mobilität sichert sie und gestaltet sie hin.

00:06:36: Das wird man auf der Automechaniker in knapp drei Wochen in Frankfurt wieder beobachten können.

00:06:40: und zu den Zukunftserausforderungen, den Messe-Schwerpunkten, Software, Define, Vehicles, Elektromobilität, KI und Digitalisierung und autonomes Fahren.

00:06:49: Dazu habe ich mich bereits vor ein paar Wochen mit dem Messedirektor Olaf Musshoff unterhalten und an dieser Stelle sei nochmal auf diese Podcastfolge verwiesen!

00:07:00: Wenn ihr Wünsche und Empfehlungen habt, auf welche Themen wir rund um die Automechanika besonders unseren Fokus richten sollen.

00:07:06: Wir sind mit der ganzen Redaktion vor Ort.

00:07:08: Schickt uns diese gerne unter redaktionen-at-autopunktnews.

00:07:11: Und LinkedIn ist übrigens auch immer ein Promterkanal mit uns in Kontakt zu treten.

00:07:16: Macht es gut für diese Woche erstmal!

00:07:17: In der nächsten Woche hört ihr nämlich Daniel's Podcast Episode mit Juliane Pinke und eine dieser Persönlichkeiten.

00:07:24: Der Branche isst Juliane Die als junges Mitglied im BRV-Verstand, die genau das verkörpert was ich Eingangs zur Grundhaltung aufmachte.

00:07:32: Also mutig und engagiert und mit einer Lust auf Neues.

00:07:36: Hört nächste Woche gerne rein, habt eine schöne Woche!

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